### 1 **E** Richtig sind 1., 2., 4. und 5. Aussage 1 stimmt, denn der Text sagt: "Fixationen und Sakkaden machen den größten Teil der Augenbewegungen aus" – "größten Teil" lässt also weitere Formen zu. Aussage 2 trifft zu, da die Augen die Umgebung abtasten, sodass "möglichst viel Sichtbares (...) in den hochauflösenden Bereich im Zentrum unserer Netzhaut" kommt. Aussage 4 ist richtig: Das Sehsystem setzt den Eindruck "aus unzähligen scharfen Standbildern" zusammen, wie eine Videokamera. Aussage 5 trifft zu, weil die Forscher die Sakkaden über einen Markerpunkt "steuern" konnten. Falsch ist Aussage 3: Laut Text übersehen wir Reize, "die genau in einer dieser Sakkaden passieren" – nicht Reize, die länger dauern als die Sakkaden. ### 2 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. Falsch ist D: Das Experiment zeigte nicht, dass die Sakkaden bei gröberer Textur kürzer dauern, sondern dass die Unterdrückung sich ändert: "Je gröber das betrachtete Muster, desto früher setzte die Unterdrückung ein und desto länger hielt sie an." Hier liegt ein Zuordnungstausch vor (Sakkade statt Unterdrückung). Die übrigen Aussagen sind ableitbar: A stimmt ("Die sakkadische Unterdrückung war ohne Augenbewegungen länger als mit"), C beschreibt korrekt, dass "die Textur die Sakkaden" vollführte, und E gibt das Fazit wieder, dass die Augenbewegungen ein "ergänzendes Feintuning" bewirken, also mitbeteiligt sind. B ist ableitbar, da die Ergebnisse "in großen Teilen der zweiten Hypothese recht" geben. ### 3 **E** Eine Fixation beschreibt am ehesten eine Erfassung von Informationen über die Netzhaut. Der Text definiert direkt: "Während einer Fixation nimmt das Auge über die Netzhaut Informationen aus der Umgebung auf." Antwort A ("schnelle Augenbewegung") und D ("Phase der Blindheit") beschreiben dagegen die Sakkade, denn "Während einer Sakkade, also einer schnellen Augenbewegung, (...) sind wir (...) tatsächlich blind" – das ist also ein Zuordnungstausch. B ist falsch, weil die Fixation Informationen aufnimmt und ans Gehirn weiterleitet, nicht zwischen Gehirnarealen verschiebt. C ("psychische Störung") kommt im Text gar nicht vor. ### 4 **A** Gesucht ist die NICHT ableitbare Ursache. Falsch ist A: Der Text nennt nicht "überhöhte Hygiene", sondern das Gegenteil – die "Übertragung von Resistenzen durch ungenügende Hygiene". Das ist eine Richtungsumkehr. Die anderen Optionen sind im Text als abgeleitete Ursachen ausdrücklich genannt: "Reisen in Länder mit anderen Einsatzregeln für Antibiotika" (B), die "Verbreitung von Antibiotika in der Umwelt durch Abwasser" (C) sowie "Falschanwendung, falsche Dosierungen" (D und E). Diese vier lassen sich also ableiten, weshalb allein die überhöhte Hygiene als nicht ableitbare Aussage übrig bleibt. ### 5 **D** Richtig ist D: Antibiotika werden "bei jedem therapeutischen oder prophylaktischen Einsatz eines Antibiotikums in der Humanmedizin, Veterinärmedizin und Landwirtschaft" verwendet – das steht fast wörtlich im Text. A ist falsch durch einen Zahlentausch: Übersteigen könnte die Zahl der Krebstoten die der Antibiotika-Toten, nicht umgekehrt – die Todesfälle durch bakterielle Infektionen könnten sich "Verzehnfachen und sogar die Zahl der jährlichen Krebstoten übersteigen", aber die Aussage dreht das Verhältnis. B nennt eine falsche Größenordnung: Neue Antibiotika kosten "mehrere Milliarden", nur Impfstoffe einige hundert Millionen. C ist falsch, weil die verkürzte Einnahme ein Beispiel für inkorrekte Anwendung ist. E übertreibt: Vollständig stoppen lässt sich die Resistenzentwicklung laut Text nicht. ### 6 **D** Richtig sind 1., 3., 4. und 5. Aussage 1 stimmt, denn alle Methoden (Rotverschiebung, Cepheiden, Supernovae, Mikrowellenhintergrund) beruhen auf der Untersuchung von Licht. Aussage 3 trifft zu: Erst die "unglaublich hellen Supernovae vom Typ 1a" führten zum Ergebnis "Das Universum expandiert nicht konstant. Die Expansion beschleunigt." Aussage 4 ist richtig, weil Cepheiden nur "bis zu einer Entfernung von 20 Millionen Lichtjahren" reichen, was "nur rund 10 % der Distanzen im Virgo-Superhaufen" abdeckt. Aussage 5 trifft zu, da der Mikrowellenhintergrund die "präziseste" Berechnung lieferte. Falsch ist Aussage 2: Die beschleunigte Expansion wurde durch die Supernova-Beobachtungen entdeckt, nicht aus der Diskrepanz der beiden Messmethoden. ### 7 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. Falsch ist D: Es bewegen sich nicht "alle Galaxien" voneinander weg. Der Text sagt ausdrücklich, dass sich manche Galaxien "teils aufeinander zubewegen wie Milchstraße und Andromedagalaxie", auch wenn sich die Galaxien "generell voneinander entfernen". Das Wort "alle" ist also eine Übertreibung. Die übrigen Aussagen sind ableitbar: A nennt die "dunkle Energie" als treibende Kraft, B beschreibt korrekt das älteste Licht, das "in Form von Mikrowellen" messbar ist, C trifft zu, da Standardkerzen eine exakte Helligkeitsbestimmung erfordern, und E stimmt, weil der Virgo-Superhaufen einen Durchmesser "von etwa 150 bis 200 Millionen Lichtjahren" hat. ### 8 **C** Richtig ist C: Die Diskrepanz der beiden Messergebnisse könnte darauf hindeuten, dass die dunkle Energie nicht konstant ist. Der Text sagt, der Planck-Wert basiere darauf, "dass die dunkle Energie (...) seit dem Urknall überall im Universum konstant ist. Wenn sie sich hingegen im Laufe der Zeit verändert, könnte dies die Diskrepanz erklären." A ist falsch, weil die Cepheiden Entfernungen zu anderen Galaxien ermöglichten, nicht erstmals außerhalb des Sonnensystems – das galt bereits für Himmelskörper in unserer Galaxis. B kehrt die Präzision um: Die Planck-Methode war die präziseste, nicht die Supernova-Methode. D ist falsch, da Andromeda Teil der Lokalen Gruppe ist. E nennt eine falsche Zahl: Eine Billion Galaxien gibt es im gesamten beobachtbaren Universum, von der Erde aus sind nur über 50 Milliarden sichtbar. ### 9 **C** Richtig ist C: Beim Schwammstadt-Prinzip wird Regenwasser "in eine Speicherschicht unterhalb des Straßenniveaus geleitet", sodass "bei Starkregenereignissen (...) eine Überlastung der Kanalisation verhindert werden" kann. A ist falsch und kehrt den Sachverhalt um: In Städten fällt die "Verdunstungskühlung deutlich geringer aus als im Umland". B nennt die falsche Jahreszeit: Der anthropogene Wärmestrom stellt "besonders im Winter" eine signifikante Energiequelle dar, nicht im Sommer. D übertreibt: Die Kaltluftadvektion mildert die Überwärmung, lässt sie aber "vollständig ausgleichen (...) jedoch nicht". E ist falsch, weil die Wärmeinsel vor allem durch fehlende Verdunstung und Wärmespeicherung entsteht, nicht durch mehr empfangene Sonnenstrahlung. ### 10 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. Falsch ist D durch einen Zahlentausch: Im Juli 2010 wurden in Köln an 28 Tagen Werte "von mindestens 32 °C" gemessen, nicht 38 °C. Die Schwelle hoher Wärmebelastung liegt laut Text ebenfalls bei "einer gefühlten Temperatur von 32 °C". Die übrigen Aussagen sind ableitbar: A stimmt, da die Atmosphäre "pro Grad Erwärmung etwa 7 Prozent mehr Wasserdampf" aufnehmen kann, B nennt korrekt die "30 bis 70 Prozent" mehr Sommertage, C gibt richtig wieder, dass sich Schäden "nur teilweise" reduzieren lassen (von 900 auf etwa 350 Milliarden), und E entspricht den "rund drei Viertel der globalen CO2-Emissionen". ### 11 **B** Richtig ist B: Laubbäume eignen sich gut zur Verschattung, weil sie "im Sommer Verschattung für Gebäudefassaden" bieten und "im Winter aber Sonnenlicht durch" lassen. A kehrt den Sinn um: Gewählt werden sollen Bäume, die "möglichst wenig biogene Ozonvorläuferstoffe emittieren", nicht möglichst viele. C ist falsch, weil das Schwammstadt-Prinzip dem Regenwassermanagement und der Bewässerung der Bäume dient, nicht primär dem Anheben des Grundwasserspiegels. D widerspricht dem Text, denn der Weltklimarat warnt, dass bei mehr als 2 °C "viele der heutigen Anpassungsmaßnahmen ihre Wirkung verlieren" könnten. E nennt eine falsche Angabe: Die erste Abhandlung erschien "Bereits 1833" mit "The Climate of London" von Luke Howard, also nicht um 1900 in Deutschland. ### 12 (im Buch nicht nummerierte Zusatzfrage, Optionen "F–J") **H** Richtig sind 2., 4. und 5. Aussage 2 trifft zu, denn die mRNA "spielt als Überträger von Erbinformationen für die Eiweißsynthese eine zentrale Rolle". Aussage 4 stimmt, weil die rRNA "das strukturelle Gerüst" liefert, "an dem Aminosäuren miteinander zu Eiweißen verknüpft werden". Aussage 5 trifft zu: Die tRNA ist "als Zulieferer von Eiweißbausteinen, den Aminosäuren, beteiligt". Falsch sind Aussage 1 und 3, die einen Zuordnungstausch enthalten: Aussage 1 schreibt der tRNA die Botenrolle zu, doch diese transportiert Aminosäuren – Überträger der Information ist die mRNA. Aussage 3 macht die mRNA zum Aminosäure-Zulieferer, was aber die Aufgabe der tRNA ist. ### 12 **E** Richtig ist E: "Die Molekularbiologie hat bisher etwa 20 verschiedene funktionelle Varianten natürlicher RNA identifiziert." A ist falsch und kehrt die Richtung um: In modifizierter mRNA ist "das natürliche Nukleosid Uridin durch das synthetische Analogon Pseudouridin ausgetauscht", nicht umgekehrt. B verwechselt die Phase: Zytostatika "attackieren" nur "Zellen in der Teilungsphase", nicht in der Ruhephase. C nennt den falschen RNA-Typ: In der Corona-Pandemie kamen mRNA-Impfstoffe zum Einsatz, nicht rRNA-Impfstoffe. D ist falsch, weil die Technologie nur bei Tumoren wirkt, deren Zellen "Neoantigene" an der Oberfläche bilden – also tumorspezifische Eiweiße, nicht Antikörper. ### 13 **A** Richtig ist A: mRNA-Krebsimpfstoffe liefern den Bauplan für tumorspezifische Oberflächenproteine. Laut Text wird "mit der mRNA der Bauplan für ein spezifisches Eiweiß verimpft", das "charakteristisch für bestimmte Oberflächenproteine von Tumorzellen ist". B kehrt den Mechanismus um: Durch die tRNA-Modifikation kommt die Eiweißsynthese "praktisch zum Erliegen", die Zellen teilen sich nicht mehr und gehen "in eine Art Ruhephase über" – sie beschleunigen die Teilung nicht. C übertreibt, denn "es (wird) auch mit mRNA Impfstoffen nicht gelingen, jeden Krebs in jedem Stadium bekämpfen zu können". D nennt eine falsche Zahl: Die Zulassung wird "in 3 bis 4 Jahren" erwartet, nicht in 10 bis 15. E widerspricht dem Text, da Zytostatika und Strahlen nur teilungsaktive Zellen angreifen, nicht Zellen in der Ruhephase. ### 14 **C** Im Text heißt es zum Satelliten MICROSCOPE wörtlich, dass "das Ergebnis die Äquivalenz mit einer Genauigkeit von zehn hoch minus fünfzehn" bestätigte – und zwar für träge und schwere Masse. Aussage C gibt das korrekt wieder. A ist falsch: Die Waage misst die schwere Masse, nicht die träge (diese bestimmt man durch Stoßversuche). B verwechselt die anziehende mit der schweren Masse; die anziehende Masse erzeugt selbst ein Gravitationsfeld. D ist falsch: Die Schwerpunkte von Eisenkern und Aluminiummantel liegen "etwa zwei Kilometer auseinander", nicht konzentrisch übereinander. E widerspricht dem Text, denn von rund zehn hoch neunzehn Photonen kommt "höchstens ein einziges zurück". ### 15 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. D behauptet, die Gleichheit von träger und anziehender Masse heiße Schwaches Äquivalenzprinzip. Das ist falsch: Laut Text bezeichnet man "die Gleichheit von träger und schwerer Masse" als Schwaches Äquivalenzprinzip – es geht also um die schwere, nicht die anziehende Masse (Zuordnungstausch). A, B, C und E sind dagegen korrekt belegt: Eine Verletzung des Gravitativen Äquivalenzprinzips würde Impuls-, Energie- und Drehimpulserhaltung aufheben (A); alle Quantengravitationsansätze sagen eine kleine Verletzung des Schwachen Prinzips voraus (B); der Mond eignet sich wegen versetzter Schwerpunkte und gleichbleibender Ausrichtung (C); und Lunar Laser Ranging brachte eine Verbesserung um zwei Größenordnungen (E). ### 16 **A** Zum geplanten Kristall-Experiment heißt es, der Atomabstand sei "neun Größenordnungen kleiner als bei herkömmlichen Laborexperimenten", und da die Gravitationskraft mit dem Quadrat des Abstands abnimmt, "würde eine solche Verkleinerung des Abstands den messbaren Effekt um 18 Größenordnungen verstärken". Genau das gibt A wieder. B ist falsch: Die Realisierbarkeit wird erst geprüft, das Experiment wurde noch nicht durchgeführt. C ist falsch: Die Stringtheorie sagt eine Verletzung des Schwachen, nicht des Gravitativen Äquivalenzprinzips voraus. D vertauscht die Massen (Schwaches Prinzip = träge und schwere Masse). E ist falsch: Die Retroreflektoren wurden u. a. von den Apollo-Missionen aufgestellt. ### 17 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. D nennt als Untersuchungszeitraum die "1960er Jahre", doch der Text beginnt eindeutig "in den 1970er Jahren mit Forschungsarbeiten zweier dänischer Ärzte" – ein Zahlentausch, also nicht ableitbar. Die übrigen Aussagen stehen im Text: Inuit sind die Ureinwohner Grönlands; laut einer großen US-Studie kann eine aus Fischöl abgeleitete Omega-3-Fettsäure bei gestörtem Fettstoffwechsel das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 250 mg Omega-3-Fettsäuren pro Tag; und diese Menge entspricht "etwa 2 guten Portionen Fisch pro Woche". ### 18 **B** Der Text listet die nachgewiesenen Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren über Herz und Kreislauf hinaus ausdrücklich auf: "Senkung von Blutfetten und Hemmung von Entzündungsreaktionen, Stabilisierung von arteriosklerotischen Plaques und Förderung der Gehirnentwicklung von Säuglingen sowie Kindern." Damit ist B die richtige Antwort. Die übrigen Optionen – Besserung entzündlicher Darmerkrankungen und rheumatoider Arthritis, Senkung des Demenzrisikos, Steigerung des Libidos sowie Besserung von Depressionen und Schizophrenie – werden im Text an keiner Stelle erwähnt und lassen sich somit nicht ableiten, auch wenn sie inhaltlich plausibel klingen mögen. ### 19 **A** Der Text rechnet die beobachtete Erwärmung explizit auf: "die beobachtete Erwärmung von gut 1,1 °C" setzt sich "aus einer Erwärmung durch Treibhausgase und Ozon um 1,5 °C und einer Abkühlung durch Aerosole um 0,4 °C zusammen" (1,5 − 0,4 = 1,1). Das bestätigt A. B ist falsch: Sekundäre Aerosole werden nicht direkt emittiert, sondern bilden sich "in der Atmosphäre aus Spurengasen". C ist falsch: In Indien nimmt die Aerosolbelastung "aktuell weiterhin zu", nicht ab. D kehrt die Fakten um – vulkanisches Aerosol hat eine deutlich längere Lebensdauer. E ist falsch: Da die meisten Aerosole hell sind, dominiert der abkühlende Effekt; Ruß kann ihn nicht kompensieren. ### 20 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. D behauptet, die Reduktion von Aerosolemissionen führe "automatisch zu einer gleichzeitigen Reduktion der Treibhausgasemissionen". Das ist im Text nicht angelegt – im Gegenteil: Gerade weil beide Prozesse getrennt verlaufen, entsteht das beschriebene Paradox, dass bessere Luftqualität (weniger Aerosole) bei unverändertem Treibhauseffekt zu zusätzlicher Erwärmung führt. Die übrigen Aussagen sind belegt: Mehr Wolkentröpfchen reflektieren mehr Sonnenlicht (A); Aerosole kompensierten 2019 etwa ein Drittel des Treibhauseffekts (B); in China wurden "im Jahr 2011 gesetzgeberische Maßnahmen" ergriffen (C); zwischen 1950 und 1980 erwärmte sich die Temperatur trotz steigender Emissionen nur langsam (E). ### 21 **B** Der Text nennt als Gegenmaßnahme die "schnelle Reduktion von Methanemissionen, da Methan eine relativ kurze atmosphärische Lebensdauer hat", deren Effekt "die Erwärmung durch die Luftqualitätsverbesserung zumindest teilweise kompensieren" könnte. Das entspricht B. A ist falsch: Troposphärische Aerosole haben eine Lebensdauer "von einigen Tagen bis wenigen Wochen"; nur vulkanisches Aerosol in der Stratosphäre hält Jahre. C beschreibt Solar Radiation Modification falsch – gemeint ist das gezielte Einbringen von Aerosolen bzw. Aufhellen von Wolken, nicht Solarpanels. D widerspricht dem Text, der gerade einen erwärmenden Effekt der Luftverbesserung beschreibt. E vertauscht primäre und sekundäre Aerosole. ### 22 **B** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. B behauptet, Parasiten seien "meist Insekten". Das ist falsch: Laut Text gilt das für Parasitoide – "Bei Parasitoiden handelt es sich zumeist um Insekten" –, während Parasiten "zu den verschiedensten Organismengruppen" gehören, also Tieren, Pilzen und Pflanzen (Zuordnungstausch). Die übrigen Aussagen stehen im Text: Putzerfische sind ein Beispiel für eine Symbiose; eine unbehandelte Infektion mit Echinococcus multilocularis ist lebensgefährlich; die Filzlaus (Phtirus pubis) ist "vollständig abhängig vom Menschen als einzigem Wirt"; und die Krätzmilbe trägt die lateinische Bezeichnung Sarcoptes scabiei. ### 23 **C** Richtig sind die Aussagen 1, 3, 4 und 5. Aussage 1 stimmt: "Weitaus gefährlicher als die Tiere selbst sind allerdings die Krankheiten, die durch den Biss oder Stich vieler Ektoparasiten übertragen werden." Aussage 3 ist belegt – Endoparasiten befallen u. a. Darm, Leber und Gehirn. Aussage 4 stimmt: Beim Fuchsbandwurm entstehen "selbst mit einer eingeleiteten Therapie häufig bleibende Organschäden". Aussage 5 ist korrekt: Plasmodien sind zellinnere Einzeller, die Malaria auslösen. Falsch ist nur Aussage 2: Plasmodien werden zwar oft für Bakterien oder Viren gehalten, "tatsächlich handelt es sich jedoch um Einzeller" – also keine Viren. Damit ist C richtig. ### 24 **A** Der Text grenzt Parasitoide klar von Parasiten ab: Bei ihnen stirbt "das Lebewesen, von dem sie sich ernähren, nach einiger Zeit", was bei Parasiten gewöhnlich nicht der Fall ist. Genau das sagt A. B ist falsch: Bei Symbionten profitieren beide Lebewesen voneinander – die Aussage verwechselt Symbiose mit Kommensalismus. C ist falsch: Der nistende Vogel in der Baumhöhle ist ein Beispiel für Kommensalismus, nicht für eine parasitäre Beziehung. D widerspricht dem Text, denn Zecken haben ein "sehr breites Wirtsspektrum" und befallen neben Säugetieren auch Vögel und Reptilien. E definiert Kommensalen falsch – dort profitiert nur ein Lebewesen, das andere bleibt unbeschadet. ### 25 **C** Richtig sind die Aussagen 1, 3, 4 und 5. Aussage 1 stimmt: Die KI-Forschung orientiert sich an Nervenzellen, indem sie "Computersysteme in Form von neuronalen Netzen" schafft. Aussage 3 ist belegt: Solche Systeme können unbefriedigende Ergebnisse unter den Schwellenwert setzen und so die Rechenleistung "auf vielversprechendere Möglichkeiten konzentrieren". Aussage 4 stimmt: Allgemeine Intelligenz wird mit Improvisation gleichgesetzt – "Wir improvisieren laufend." Aussage 5 ist ableitbar: Maschinen könnten sich "von Menschen bedroht fühlen", wenn sie ein Überlebensbewusstsein entwickeln. Falsch ist nur Aussage 2: Laut Text mussten sich Maschinen "bislang nicht um ihre Selbsterhaltung kümmern" – KI ist also nicht selbsterhaltungsfähig. Damit ist C korrekt. ### 26 **B** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. B behauptet, KI basiere "nicht auf Algorithmen, sondern auf statistischen Vorhersagemodellen". Der Text sagt aber das Gegenteil: "KI besteht ebenfalls aus Algorithmen, und zwar hauptsächlich aus statistischen Vorhersagemodellen" – es ist also ein "und", kein "statt" (Algorithmen UND Vorhersagemodelle). Die übrigen Aussagen sind belegt: Gefühle entstehen entwicklungsgeschichtlich aus dem Überlebensbedürfnis (A); KI lernt aus ihren eigenen Vorausberechnungen (C); mehr unbekannte Variablen erfordern mehr Rechenleistung (D); und KI kann zu innovativen Lösungen kommen, "ohne eine Lösung von einem Menschen vordefiniert zu bekommen" (E). ### 27 **C** Der Text benennt als zentrale Schwierigkeit beim selbstfahrenden Auto "die Unmenge an unbekannten Variablen" und führt aus, dass im Straßenverkehr "hauptsächlich Menschen am Steuer sitzen, deren Verhaltensweisen mitunter vollkommen irrational sind", weshalb eine Berechnung aller Situationen die KI an ihre Grenzen bringt. Das entspricht genau C. A und B nennen Rechenleistung bzw. Sensorik als Hauptproblem – beides steht so nicht im Text. D (fehlende Gesetze) wird gar nicht thematisiert. E ist zwar inhaltlich verwandt (allgemeine Intelligenz fehlt), beschreibt aber nicht die im Abschnitt genannte größte Herausforderung, die ausdrücklich im irrationalen, unvorhersehbaren Verhalten der menschlichen Verkehrsteilnehmer liegt. ### 28 **B** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. Im Text werden als mögliche infektiöse Auslöser ausdrücklich "Streptococcus sanguis, Herpes-simplex-Viren, das Epstein-Barr-Virus und Cytomegalieviren" diskutiert – nicht aber Streptococcus pyogenes. Die Aussage tauscht also den Erregernamen aus und lässt sich nicht belegen. Die übrigen Aussagen stimmen: Morbus Behçet ist eine "autoimmune Entzündung der Blutgefäße" und gehört zum "Rheumatischen Formenkreis" (A). Der HLA-B51 "findet sich bei bis zu 60 % der Erkrankten", also knapp 60 % (C). Die Therapie erfolgt "mit Immunsuppressiva" (D). Und das Geschlechterverhältnis ist regional unterschiedlich, mit Ländern mit Männer- bzw. Frauenüberhang (E). ### 29 **A** Der Text sagt wörtlich, die Erkrankung sei benannt nach "dem türkischen Hautarzt Hulusi Behçet ... und dem griechischen Augenarzt Benediktos Adamantiades ..., die die Symptome ... unabhängig voneinander in den 1930er-Jahren beschrieben." Damit ist A korrekt. B ist falsch: In Japan liegt die Prävalenz bei 7–14, im Iran bei 17–68 pro 100.000 – also ist sie im Iran höher. C ist falsch, weil HLA-B51 nur eine genetische Voraussetzung ist und erst der Kontakt mit einem äußeren Faktor zur Krankheit führt – also keine hinreichende Bedingung. D ist falsch: In Israel überwiegen laut Text die Frauen. E ist falsch, da "eine direkte Verbindung zur Krankheit ... nicht gezeigt werden" konnte. ### 30 **B** Korrekt ist B: Gaia umkreist den Lagrange-Punkt L2, wo "sich die Gravitationskräfte von Erde und Sonne im Gleichgewicht" befinden und der eine "nahezu störungsfreie Umgebung" bietet – beides nennt der Text als Begründung für die Position. A ist falsch: Gerade der Wechsel weg vom interferometrischen Design zum optischen Design erhöhte die Zahl der Objekte von 50 Millionen auf über eine Milliarde – das interferometrische Design hätte also weniger erfasst. C ist falsch, da der Katalog von 2016 "siebzehnmal mehr Parallaxen" als Hipparcos enthielt, nicht weniger. D ist falsch: Gaia "bestätigte ... die Spiralarmstruktur". E ist falsch, denn die CCDs arbeiten bei minus 110 °C, nicht bei Raumtemperatur. ### 31 **C** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. C übertreibt: Der Text nennt die Ein-Prozent-Genauigkeit ausdrücklich nur "für Sterne in 1600 Lichtjahren Entfernung", nicht für die "gesamte Milchstraße", die rund 200.000 Lichtjahre misst. Damit ist C nicht ableitbar. Die anderen stimmen: Gaia BH3 hat "etwa 33 Sonnenmassen", mehr als alle bisher bekannten stellaren Schwarzen Löcher unter 25 Sonnenmassen (A). Die Datenerfassung endete im Januar 2025, als das Stickstoffgas "nahezu aufgebraucht war" (B). Die Enceladus-Sterne zeigen "langgestreckte Bahnen und niedrigen Metallgehalt" (D). Und seit 2018 basieren "fast fünf begutachtete wissenschaftliche Arbeiten pro Tag" auf Gaia-Daten (E). ### 32 **C** Korrekt ist C: Der Wechsel zum optischen Design "ermöglichte es, die Anzahl der zu vermessenden Objekte von den ursprünglich geplanten fünfzig Millionen auf über eine Milliarde zu steigern." A ist falsch: Die 63 Monate reduzieren die Fehler bei Eigenbewegungen um rund 65 Prozent (nicht 30 %); die 30 Prozent gelten für Parallaxen. B ist falsch: Stille Schwarze Löcher verraten sich "nur durch ihren gravitativen Einfluss", nicht durch Röntgenstrahlung (das gilt für aktive). D ist falsch: Die Fokalebene enthält 106 CCD-Detektoren auf etwa einem halben Quadratmeter, nicht 206 auf einem Quadratmeter. E ist falsch, denn jeder Punkt wird "mehrfach aus verschiedenen Blickwinkeln" beobachtet, nicht nur einmal. ### 33 **A** Korrekt ist A: Die Glühbirne "steigert die Temperatur auf bis zu 3000 Grad Celsius und verschiebt damit die Emission weiter in den sichtbaren Bereich" und ist so effizienter als die Kerze (etwa 1400 °C). B ist falsch: Die LED erzeugt Licht "durch Elektrolumineszenz, einen Quanteneffekt" und vermeidet Wärme – nicht durch Wärmestrahlung. C ist falsch: Fossile Energieträger sind zwar etwa 80 Prozent des Primärenergieverbrauchs, aber davon werden 70 Prozent importiert (nicht 80 %). D ist falsch: Methan erreicht etwa 2700 °C, nicht 1400 °C (das ist die Kerze). E verdreht die Werte: Die Effizienz stieg von 36,3 auf 58,3 Prozent. ### 34 **C** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. C ist falsch, weil der Text sagt, der gesamte Strombedarf "würde zwar um etwa 30 Prozent steigen" – nicht, dass der Strombedarf im Verkehr um 30 % sinke. Im Verkehr sinkt der Primärenergieeinsatz (von 2511 auf 542 PJ), während der Strombedarf steigt; die Aussage vertauscht das. Die übrigen sind ableitbar: Wärmepumpen liefern aus einer Einheit Strom "drei- bis fünfmal so viel Wärme" wie ein Tauchsieder (A). Bei Verbrennungsmotoren werden "weniger als 20 Prozent ... in Bewegung umgesetzt" (B). "89 Prozent des Endenergieverbrauchs in Haushalten entfallen auf Raumwärme und Warmwasser" (D). Und Deutschland importiert für "rund 80 Milliarden Euro jährlich" (E). ### 35 **A** Korrekt ist A: Der Text erklärt, dass bei der Verbrennung eine viel zu hohe Temperatur entsteht und "die Differenz zwischen der Verbrennungstemperatur und der tatsächlich benötigten Temperatur ... als Abwärme verloren" geht – genau der Effizienzverlust bei der Raumwärme. B ist falsch: Photovoltaik erzeugt Strom "ohne den Umweg über Wärme". C ist falsch: Ein Tauchsieder wandelt Strom "im Verhältnis eins zu eins" um, hat also keine Leistungszahl von vier wie eine Wärmepumpe. D ist falsch: Der Primärenergieverbrauch der Stromerzeugung sank um "gut 40 Prozent", nicht 80 Prozent. E ist falsch, denn die Kerze ist gerade ineffizienter als die Glühbirne. ### 36 **B** Korrekt ist B: "Ausgangsverbindungen für die Synthese von MXenen sind die MAX-Phasen", und die Grundidee besteht darin, die Komponente A "selektiv zu entfernen", wozu die MAX-Phasen "meist mit Flusssäure behandelt" werden. A ist falsch und kehrt den Zusammenhang um: Je geringer die Wechselwirkungen, desto leichter die Exfolierung. C ist falsch: Lithiumionen-Akkus nutzen Graphit-Anoden, nicht MXene. D ist falsch: 2D-Materialien haben eine "extrem große" spezifische Oberfläche, nicht eine kleinere. E ist falsch, da ein Blatt Papier laut Text ausdrücklich "kein 2D-Material" ist, weil es zu dick ist. ### 37 **C** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. C behauptet, MXene seien "oxidationsstabil" und ließen sich problemlos an der Luft lagern – der Text sagt jedoch das Gegenteil: "Allerdings sind MXene oxidationsempfindlich." Damit ist C nicht ableitbar. Die anderen Aussagen stimmen: MXene sind "metallische Leiter" und für "optoelektronische Bauteile ... oder Energiespeicher interessant" (A). Sie sind "hydrophil", was "stabile wässrige Suspensionen" erlaubt (B). Ihre Eigenschaften lassen sich "durch Variation der Zusammensetzung" beeinflussen (D). Und es sind "mehr als 70 MXene bekannt" (E). ### 38 **C** Korrekt ist C: Der Text gibt an, dass der Wiederholungsabstand senkrecht zur Schichtebene "bei Ti3AlC2 ... 1,36 nm" beträgt und "bei Ti3C2Tx ... auf 1,50 nm aufgeweitet" ist – also nach der Flusssäure-Behandlung vergrößert. A ist falsch: Verwendet wird Flusssäure, nicht Salzsäure. B ist falsch: M ist ein "frühes Übergangsmetall" und X "Kohlenstoff oder Stickstoff", nicht Edelmetall und Sauerstoff. D ist falsch: A ist "meist Aluminium", nicht Silicium. E ist falsch, denn die Erforschung der 2D-Nanostrukturen ist laut Text "noch in einem früheren Stadium" und gerade noch nicht routinemäßig maßgeschneidert. ### 39 **B** Korrekt ist B: Der Text sagt, "nur bei einer von etwa 40 Exzisionen" bestätige sich der Melanomverdacht tatsächlich. A ist falsch: Die OCT erreicht nur eine Eindringtiefe von etwa 0,5 Millimetern, nicht vier Millimeter (das gilt für das multimodale System). C verwechselt die Verfahren: Dreidimensionale Bilder liefert die OCT, während die Raman-Spektroskopie den "molekularen Fingerabdruck" erfasst und sehr wohl Melanome von gutartigen Läsionen unterscheiden kann. D ist falsch: Die Messung dauert "unter fünf Minuten pro Läsion", nicht 30 Minuten. E ist falsch, denn melanozytäre Läsionen zeigen einen "geringeren Carotinoidgehalt" als gesunde Haut. ### 40 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. D behauptet, das System habe "bereits die Zulassung" und werde routinemäßig eingesetzt – der Text sagt aber, der "Weg vom Labor zum zugelassenen Medizinprodukt erfordert allerdings noch umfangreiche klinische Studien und eine Zertifizierung." Damit ist D nicht ableitbar. Die anderen stimmen: Die Zehn-Jahres-Überlebensrate bei früh erkannten Melanomen liegt "bei etwa 95 Prozent" (A). Das System kombiniert "vier Modalitäten ... OCT, Photoakustische Tomographie, Raman-Spektroskopie und Ultraschall" (B). Der Bestimmtheitskoeffizient von Ultraschall und PAT lag "bei 0,97" (C). Und der Fluoreszenz-Hintergrund verbesserte die Klassifizierungsgenauigkeit (E). ### 41 **B** Korrekt ist B: Der Text nennt als Ziel, das System "könnte die Anzahl unnötiger chirurgischer Eingriffe drastisch reduzieren" – passend dazu, dass sich nur bei einer von etwa 40 Exzisionen ein Melanom bestätigt. A ist falsch: Die Raman-Spektroskopie liefert "keine Information über die Tiefenausdehnung", misst also keine Infiltrationstiefe. C ist falsch: Ein Melanom "kann bereits in einem sehr frühen Stadium metastasieren, oft ohne deutliche Symptome". D ist falsch: Die OCT erreicht nur etwa 0,5 Millimeter, die Photoakustische Tomographie reicht tiefer. E ist falsch, denn die Genauigkeit der Support-Vector-Machine betrug 90,2 Prozent, nicht 100 Prozent. ### 42 **C** Im Text heißt es zum Permafrost klar: "Bei 2,7 °C globaler Erwärmung wäre die Permafrostfläche nur noch etwa halb so groß wie in der vorindustriellen Zeit." Damit ist Option C direkt belegt. A ist falsch, weil bei 1,5 °C globaler Erwärmung die arktischen Temperaturen "um rund 4 °C" steigen, nicht um 1,5 °C (polare Verstärkung). B kehrt die Eis-Albedo-Rückkopplung um: Dunklere Oberflächen "absorbieren mehr Sonnenstrahlung", nicht weniger. D nennt eine falsche Zahl: Das Eisschild enthält "etwa sieben Meter potenziellen Meeresspiegelanstieg", nicht zwei. E widerspricht dem Text, denn die Inversion konzentriert die Erwärmung auf eine "dünnere", nicht dickere Atmosphärenschicht. ### 43 **C** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. C behauptet, der Arktische Ozean sei bei 2,7 °C "ganzjährig eisfrei". Der Text sagt aber nur, er "wird seine ganzjährige Meereisbedeckung verlieren" und sei "über mehrere Monate im Jahr eisfrei" – im Winter bleibt also Eis. Das ist ein feiner, aber entscheidender Bedeutungsunterschied, weshalb C nicht ableitbar ist. A steht wörtlich im Text (sommerliche Fläche "weniger als eine Million Quadratkilometer"). B ist durch die Freisetzung von "CO2 und Methan" gedeckt. D beschreibt die polare Verstärkung korrekt. E nennt wortgetreu die bedrohte "Ernährungssicherheit indigener Gemeinschaften". ### 44 **B** Der Text sagt für 1,5 °C Erwärmung: "An über 80 Prozent der Tage liegen sie dann über Werten, die unter vorindustriellen Bedingungen für die jeweilige Jahreszeit als extrem warm galten." Genau das gibt Option B wieder. A ist falsch: Die Grönland-Fläche über dem Gefrierpunkt würde sich "ungefähr vervierfachen", nicht verdoppeln. C nennt falsche Angaben – das Pariser Abkommen stammt von 2015 und legte ein 1,5-°C-Ziel fest, kein 2,7-°C-Ziel. D widerspricht dem Text, der ausdrücklich Auswirkungen "auch niedrigere Breiten" beschreibt. E nennt eine falsche Zeitangabe: Der eisfreie Zustand trat zuletzt "vor etwa 130.000 Jahren" auf, nicht vor 13.000. ### 45 **B** Richtig sind die Aussagen 1, 2, 3 und 4. Aussage 1 stimmt: Für Sehen, Gehör und Geruch gibt es laut Text sehr unterschiedlich viele Begriffe. Aussage 2 trifft Adornos These, "dass wir nur das bewusst wahrnehmen, wofür wir auch einen sprachlichen Ausdruck haben". Aussage 3 passt, da Riechen kulturell vernachlässigt wird und sich "durch Training" verbessern lässt. Aussage 4 ist gedeckt: Gerüche "lassen sich elektronisch codieren". Aussage 5 ist falsch, denn Glomeruli sind laut Text "spezielle Nervenbündel im Riechkolben", nicht die Rezeptorzellen in der Nase – hier liegt eine Verwechslung der Begriffe vor. ### 46 **B** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. B behauptet, eine Veränderung am Beginn mache einen Geruch "genauso unkenntlich" wie eine am Ende. Der Text zeigt aber das Gegenteil: Veränderungen am Anfang senkten die Erkennung "um 30 %", Veränderungen der letzten Glomeruli nur "um 5 %". Beginn und Ende wirken also sehr unterschiedlich – B ist nicht ableitbar. A stimmt, da Optogenetik mittels Lichtimpulsen Geruchswahrnehmungen auslöst. C gibt Adornos (philosophische) These korrekt wieder. D ist gedeckt, weil eine Sprache wie beim Gehör "keineswegs undenkbar" erscheint. E stimmt, denn Glomeruli reagieren auch auf Lichtimpulse. ### 47 **C** Der Text zählt auf, wie wir Gerüche grob wahrnehmen, und nennt ausdrücklich die Verbindung mit dem Geschmackssinn: "in Verbindung mit unserem Geschmackssinn als süß, scharf, salzig, bitter, säuerlich oder rauchig". "Rauchig" gehört also zur geschmacksgestützten Zuordnung, "angenehm" zur allgemeinen Bewertung – Option C kombiniert beides korrekt. Die übrigen Optionen enthalten nur Begriffe aus dem groben Raster ohne Geschmackssinn: "stark/schwach" beschreibt die Intensität, "angenehm/neutral/ekelhaft" die Bewertung. Keine dieser Kombinationen nennt ein geschmacklich vermitteltes Attribut wie "rauchig", weshalb nur C die im Text geforderte Zuordnung trifft. ### 48 **C** Der Text sagt über das Wettzell Laser Ranging System, es verfüge "als einzige Station über einen Laser mit Pulsbreiten von nur zehn Pikosekunden". Damit ist Option C wörtlich belegt. A ist falsch: Von rund zehn hoch neunzehn Photonen kommt "höchstens ein einziges zurück", nicht mehrere Tausend. B stimmt nicht, da auch die sowjetischen "Luna-Missionen" Reflektoren platzierten. D kehrt die Wirkung um – bei Vollmond sinkt die Rückstreueffizienz "um mehr als eine Größenordnung". E ist falsch: Gerade die neuen Einzelreflektoren sind "vom Einfallswinkel nicht abhängig", also unabhängig. ### 49 **D** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. D behauptet, bei Neumond sei die Messgenauigkeit "am höchsten". Der Text sagt das Gegenteil: "Besonders schwierig sind Messungen bei Vollmond und Neumond", weil bei Neumond Mond und Sonne "etwa in derselben Richtung" stehen, "was die Beobachtung erschwert". D ist also nicht ableitbar. A stimmt, denn der Abstand nimmt "um mehrere Zentimeter pro Jahr zu". B ist durch die Librationen gedeckt, die das senkrechte Auftreffen stören. C nennt korrekt "etwa 200 dynamische Parameter" über 53 Jahre. E stimmt, da relativistische Effekte modelliert werden müssen. ### 50 **A** Der Text datiert die Landung auf "Juli 1969" und ergänzt: "Elf Tage nach der Landung gelang … die erste Laserentfernungsmessung zum Mond." Elf Tage nach einem Julitag liegen noch im selben Monat, also fand die erste Messung im selben Monat wie die Landung statt – Option A stimmt. B ist falsch: Moderne Pulse sind "nur noch wenige Zentimeter lang", nicht mehrere Meter. C nennt eine falsche Zeitspanne: Normalpunkte fassen "fünf bis fünfzehn Minuten" zusammen, keine Stunden. D widerspricht dem Text, der schmale Filter zur Rauschbefreiung nötig macht. E kehrt die Richtung um – der Abstand "nimmt zu", er verringert sich nicht. ### 51 **C** Der Text benennt die Nahrungsquellen eindeutig: "Die wichtigsten Nahrungsmittel zur Deckung des Vitamin D Bedarfes sind Fisch … sowie Milchprodukte und Eier." Option C gibt genau diese drei wieder. A nennt falsche Zeiten – empfohlen sind "10-15 min", nicht 20-25 Minuten. B vertauscht die Krankheitsbilder: Rachitis betrifft Kinder, Osteomalazie Erwachsene, nicht umgekehrt. D ist falsch, weil die 800 bis 2000 IE "täglich", nicht wöchentlich empfohlen werden. E behauptet, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten einen Vitamin-D-Mangel begünstigen – der Text beschreibt aber den umgekehrten Zusammenhang: Der Mangel erhöht das Risiko für diese Erkrankungen. ### 52 **D** Richtig sind die Aussagen 1 und 4. Aussage 1 stimmt: Vitamin-D-Tropfen senkten die Sterberate bei Krebspatienten "um 13%". Aussage 4 ist gedeckt: Die Modellrechnung ergab "mehr als 250 Millionen Euro Ersparnis", Supplementierungskosten bereits abgezogen. Aussage 2 ist falsch, denn die 20% niedrigere Krebssterblichkeit gilt nur für Finnland, nicht für "ganz Skandinavien". Aussage 3 ist falsch: Der Versorgungsgrad stieg "bei finnischen Männern um 50%", nicht in der gesamten Bevölkerung. Aussage 5 lässt sich nicht ableiten, da der Text einen solchen Risikovergleich nicht anstellt. Somit ist nur Kombination D korrekt. ### 53 **E** Der Text führt eigens auf, dass Vitamin D in Lebensmitteln steckt: "Die wichtigsten Nahrungsmittel … sind Fisch … sowie Milchprodukte und Eier." Damit ist Option E belegt – Vitamin D ist auch in gewissen Nahrungsmitteln enthalten. Die erste Option ist falsch, denn Vitamin D zählt zu den "fettlöslichen Molekülen", nicht zu den wasserlöslichen. Die zweite stimmt nicht, weil im Winterhalbjahr die Eigensynthese nicht ausreicht – die Bildung gelingt also nicht in allen Jahreszeiten gleichermaßen. Die dritte Option nennt fälschlich UV-C; laut Text wird Vitamin D mit "UV-B-Strahlen" gebildet. Die vierte (Immunsystem) wird im Text gar nicht erwähnt. ### 54 **C** Der Text beschreibt den Mechanismus so: Mikrowellen regen "eine Drehbewegung der Moleküle" an, und "durch die Rotation erhöht sich die kinetische Energie des Wassers und somit die Temperatur." Genau das fasst Option C zusammen: steigende kinetische Energie erhöht die Temperatur. Die Option "Absorption von Infrarotstrahlung" ist falsch, weil Mikrowellen Materialien gerade "anders als … durch Absorption von Infrarotstrahlung" erwärmen. Radioaktive und kosmische Strahlung werden im Text nicht genannt und spielen keine Rolle. Die letzte Option dreht den Ablauf um: Nicht hohe Temperatur erzeugt die Bewegung, sondern die angeregte Drehbewegung führt erst zur Temperaturerhöhung. ### 55 **B** Gesucht ist die NICHT ableitbare Aussage. B behauptet, bestehende Gaskessel seien "im Schnitt 4% schlechter" als Mikrowellenkessel. Der Text sagt das Gegenteil: Der Mikrowellenkessel erreicht "etwa 86 %", die besten Gaskessel "selten mehr als 90 %" – die Gaskessel sind also besser, nicht schlechter. Die Richtung ist umgekehrt, deshalb ist B nicht ableitbar. Die anderen Aussagen stimmen: Das Gaskessel-Verbot für Neubauten ab 2030 steht im Text, ebenso das abgelaufene US-Patent von 1996, der Vergleich der Wärmepumpe mit einem "Kühlschrank in umgekehrter Funktion" und der Vorteil gegenüber Eintauchheizungen. ### 56 **A** Der Text nennt zwei Nachteile von Wärmepumpen: "Ihre Effizienz sinkt an kalten Tagen" und sie erzeugen eher warmes Wasser, "so dass oft größere Heizkörper oder Fußbodenheizungen nachgerüstet werden müssen." Beides gibt Option A korrekt wieder. B ist falsch, denn die Wasserstoffgewinnung aus Erdgas ist laut Text "kaum umweltfreundlich". C stimmt nicht: E-Smartwave nutzt gerade kein Magnetron, sondern ein "Festkörpergerät" auf einem Siliziumchip. D widerspricht dem Text – der Mikrowellenkessel erreicht "etwa 86 %", weniger als die bis zu 90 % der Gaskessel. E kehrt den Vorteil um, denn die Mikrowellen erhitzen das Wasser schneller als die Eintauchheizungen.